Dienstag morgen schauten wir uns den kleinen Fischerhafen von Gefira an. Gefira ist durch einen 250 m langen Damm mit der Insel Monemvasia verbunden. Der rötlich gefärbte Kalksteinklotz ist ca. 300 m hoch, 300 m breit und 1700 m lang. Das alte Monemvasia wurde schon im 6. Jh. von den Hellenen als Fluchtplatz genutzt, als der Ansturm der Sarazenen und der Normannen sie in die Flucht schlug. Die Oberstadt wurde in den nächsten Jahrhunderten von Osmanen, Franken und Venezianern bewohnt. 1911 verliess der letzte Einwohner die Oberstadt.

Von der Oberstadt haben wir eine hervorragende Aussicht auf die Unterstadt mit all ihren Kirchtürmen, Moscheen und

anderen prächtigen Gebäuden aus der Vergangenheit.

Nach so viel " alten Steinen " wurde es Zeit für einen Kaffee. Fred entdeckte sogar Apfelkuchen. Für mich gab es Orangenkuchen und Schokoladenkuchen vom Chef des Hauses zu probieren. Ojeeh, hatte ich nicht gerade einige Kalorien abgearbeitet ?

 

Zurück folgten wir dem Trampelpfad der duch die blühende Natur führte. Zuhause schmiedeten wir Pläne für die folgenden Tage. Um 22 Uhr hatte das Unwetter auch Monemvasia erreicht. 

Am Mittwoch früh legten wir das Geld für die Ferienwohnung auf den Kühlschrank und liessen den Schlüssel von aussen stecken. Ich machte erstmal ein Foto, weil ich dem Verfahren  nicht so ganz traute. Doch 2 Stunden später bekam ich eine E-mail das alles ok ist. Da auch für den heutigen Tag schlechtes Wetter angesagt ist bleiben wir heute auf der Hauptstraße die uns über Sparta und Tripoli Richtung Korinth führt. Wir verlassen die Autobahn und fahren hinunter ins Tal Richtung Agros. Agros oder Agrolis ist die erste Hauptstadt Griechenlands und Wiege der griechischen Kultur. Vor über 3000 Jahren entstand hier die erste Hochkultur des europäischen Festlands, denn der Peloponnes war um diese Zeit noch nicht durch den Kanal von Korinth  vom Festland getrennt. Mykene mit der ältesten Burg Europas und Tirnys  mit den gewaltigen Burgmauern sind heute noch Zeugen aus dieser Zeit. Um 12.30 Uhr haben wir Nafplion erreicht.

Nafplion war unter König Otto dem I. von 1828 bis 1834 die erste Hauptstadt des von den Osmanen befreiten Griechenlands. Von Weitem hat man einen guten Blick auf die Burg Palamidi, die in der venezianischen Zeit erbaut wurde. Die kleine Festung Bourtzi, ebenfalls von den Venizianern errichtet, sicherte früher den Hafen indem man in Kriesenzeiten in der Nacht ein Stahlseil spannte. Nafplion ist ein guter Startpunkt für Tagesausflüge nach Epidauros, Mykene, Portocheli oder Poros.

Um 13.00 Uhr bekommen wir den Schlüssel unserer Ferienwohnung die in der Altstadt von Nafplion liegt. Nafplion hat eine der schönsten Altstädte von ganz Griechland.

Unsere Freunde holen wir um 16.30 Uhr von der Busstation ab. Alles hat vom Athener Flughafen bis nach Nafplion prima geklappt.

Donnerstag,

leider ist die Wettervorhersage für die nächsten Tage nicht so prickelnd. Es wird kälter und auch die Regenjacke muss mit. Wir machen einen langen Spaziergang Richtung Arvaitia Beach. Am Ende der Uferstraße führt ein gepflasterter Weg, vorbei am brachliegenden Yachtclub, mitten durch die Natur, zur Steilküste. Ab und zu kann man auch emsige Felsenkletterer beobachten.

Freitag besuchen wir das antike Tiryns. Tiryns liegt nur 12 km Richtung Argos, von uns entfernt. Argos, Tiryns und Mykene waren vor 3200 Jahren das wehrhafte Zentrum dieser Region. Auf einem hohen Felsplateau befand sich die Burg. Dessen bis zu 8 m hohen Mauern und einer Höhe von heute 17 m, schon von Weitem erkennbar sind. Heinrich Schliemann, der deutsche Archäologe, der sich quer durch Hellas gebuddelt hat, setzte hier 1876 erstmals den Spaten an.

Nafplion, die Alilodidakaterion Moschee wurde nach der Befreiung Griechenlands als erste Schule des Landes genutzt. Heute finden hier Ausstellungen statt.