Ich habe fertig!!!

Nach 47 Dienstjahren gehöre ich nun seit dem 1.11.2017 zur Rentnerband

 

Meine Kollegen/innen, Freunde und Familie machten aus meinem letzten Arbeitstag, dem 30. Oktober 2017,

einen unvergesslichen Tag, sodass ich die UFK ( Unifrauenklinik ) nach 43 Jahren mit einem lachenden aber auch mit einem weinenden Auge verlasse.

Vielen,vielen Dank ihr Lieben !

Am Dienstag um 3 Uhr in der Frühe brachte uns Sunexpress Richtung Antalya. Mit einem grossen Namensschild wurden wir am Flughafen von einem Taxifahrer in Empfang genommen. Eine Stunde später standen wir sammt Gepäck vor unserer Villa die schon im Sonnenschein auf uns wartete. Ein gutes Frühstück im Shakespeare liessen uns die Strapazen einer langen Nacht schnell vergessen.

Nachdem alle Mitbringsel ihren Platz gefunden hatten, machten wir einen Spaziergang zum Mooonlightstrand der nur ca. 150 m von der Marina entfernt ist. Ein Segelboot lag in der Bucht vor Anker. Am Strand tummelten sich nur noch vereinzelt Badegäste. Die Temperatur war mit 23 Grad hervorragend für uns und das kühle Bierchen schmeckte auch wieder.

Endlich besuchten wir auch den kleinen, idyllischen Fischerhafen in der Flussmündung. Im Sommer war es uns zu heiss für diesen Spaziergang.

Mittwoch früh, sind wir zwar gut ausgeschlafen, doch etwas verwirrt uns noch die Zeitumstellung. Wir haben hier ein Plus von 2 Stunden, das heisst, als wir um 9.00 Uhr aufgestanden sind, war es in Deutschland erst 7 Uhr. Mein Basilikum, welches von den Gärtnern gut gepflegt wurde ist ein grosser Busch geworden und jeden Tag kommt das frische Grün auf unseren Tisch. Um 14 Uhr mache ich mich auf zur Badeplattfom der Marina. Fred versucht unseren Fernseher mit der Satellitenschüssel zu aktiveren. Da bin ich nur im Wege.  Das Wasser hat mit 23 Grad noch eine prima Temperatur. Ganz alleine drehe ich meine Runden und geniessen den Blick auf die Bergwelt und den wolkenlosen blauen Himmel.

Heute, am Donnerstag, den 9.11.2017, bringt uns das Gemeindeboot von Kemer für 15 türkische Lira ( 3,50 €) in einer Stunde zum alten Hafen von Antalya.

ANTALYA- ATTALEIA

 

Als wir 1996 Antalya das erstemal besuchten war die Einwohnerzahl 

450 000 Einwohner. 2016 wurden 2.5 Millionen gezählt. Doch immer noch findet man herum des alten Hafens ein paar idyllische Plätzchen, die wir heute mal wieder besuchen wollen.  Doch erstmal will ich etwas über Antalya berichten.

Im Jahre 158 v. Chr. wurde Antalya als Attaleia von König Attalos von Pergamon gegründet. Im Jahre 36 v. Chr. geriet Attaleia unter römische Herrschaft. Unter Kaiser Hadrian 117-138,  heute betritt man durch das Hadrianstor die wunderschöne Altstadt, bekam sie den Status einer selbstständigen Provinz. Für die Römer machte sich diese Provinz einen Namen wegen ihrer guten Weine, die hier angebaut wurden. In der byzantinischen Zeit wurde die Stadt zum Bischofsitz ausgerufen. Später wurde sie von den Sedschuken erobert. Unter Sultan Murat gehörte Attaleia ab 1387 zum osmanischen Reich.Der Grundstoff für kostbares Parfum, das Rosenöl, verhalf der Stadt zum Wohlstand. 1918 besetzten die Italiener die Stadt, die nun Antalya hiess. 1921 wurden diese durch Atatürks Armeen wieder vertrieben. 1923 mussten die griechischen Einwohner infolge des Bevölkerungsaustausches die Stadt verlassen.

Wir bummeln durch die ruhigen Gassen und streifen nur kurz den mit Waren gut. gefüllten Basar wo jeder auf seinen ersten Kunden wartet.

Zum Mittagessen kehren wir, wie immer wenn wir in Antalya sind, im Restaurant  Paradies ein. Nur wenige Tische innerhalb der Stadtmauern sind besetzt. Wir geniessen den Blick über den Hafen und es duftet nach frischer Minze.

Wir bestellen osmanischen Kebab. Eine Art Gulasch aus Rind- und Hähnchenfleich mit Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch Das alles wird in einem Tontopf im Backofen mit Käse überbacken; dazu gibt es einen Hirtensalat, hmmmm war das lecker.

Leider haben wir kein Platz mehr für einen leckeren Sesamkringel. Noch einen Cappuchino im Hafencafe und das Boot bringt uns zurück nach Kemer.

Übrigens................

 

In Antalya haben sie nicht alle Tassen im Schrank a b e r an

der Wand.

Zurück im Hafen gibt es noch eine Menge für morgen zu tun. Morgen,10. November ist der Todestag von Atatürk. Alle Boote im Hafen, mit Bemannung an Bord, fahren morgen im Konvoi, eine Art Parade, hinauf aufs Wasser. Wir sind gespannt, denn wir sind ja das erstemal dabei.