Mittwoch,den 30.10.2019

Kemer

Nun sitze ich, wie schon so lange gewünscht, mit meiner Tochter am Sandstrand der Moonlightbucht. Nachdem Fred am Freitag früh zurück nach Deutschland geflogen ist habe ich 2 Tage, das erstemal nach langer Zeit, allein auf der Villa verbracht. Natürlich war ich wieder gut mit umpacken, verpacken, einpacken und auspacken beschäftigt.
Auch bereitete ich eine Tasche mit Kleidung für Februar vor, dann sind wir wieder für 2 Wochen im Hotel und erledigen tagsüber Arbeiten an der Villa.

Dadurch müssen wir nicht soviel Kleidung von Deutschland mitbringen.

Mittags zog es mich an den wunderschönen Strand der Moonlightbucht.
Der Rummel ist nun vorbei. Herrlich relaxen kann man hier. Sich vom Strandrestraurant Dakapo verwöhnen lassen. Lesen und im kristallkaren Wasser schwimmen. Gegessen habe ich an Bord. Da waren noch einige Dinge, die verspeisst werden mussten und ausserdem war da noch die Kiste Granatäpfel.

 

Am Sonntag um 14.10 Uhr, bekam ich die Nachricht : " Bin gut gelandet " von meiner Tochter. Genau um diese Zeit begann es zu blitzen und zu donnern und dann kam wie aus Eimern der Regen aus dem Himmel geschossen und das blieb auch so.
Tanja stieg bei strömendem Regen aus dem Taxi und wir flüchteten erstmal ins
Shakespeare wo wir, wie Sonntagnachmittag in Deutschland, mit Kaffee und Kuchen versorgt wurden. Um 18 Uhr kam die Sonne wieder zum Vorschein und bis heute ist sie von 7.15 Uhr bis ca. 18.00 Uhr unser Begleiter.

 

Tanja ist das erstemal in Kemer und so gibt es viel zu erzählen und zu bestaunen.
Abends kann man nun eine lange Hose und ein langärmeliges T- Shirt vertragen, die Temperatur geht nachts bis auf 18 Grad runter, für mich ein Temperaturschock...
Gestern war türkischer Nationalfeiertag. Am 29.10.1923 wurde das osmanische Reich, beim Lausanner Vertrag, von der Republik Türkei abgelöst. Seitdem ist Kemal Atatürk, der Vater aller Türken und wird im ganzen Land gefeiert.

 

Wir wollten gerade mit den Fahrrädern zum Kleidermarkt als Hamsa, der Hafenmeister, uns ansprach ob wir mit zur Schiffsparade aufs Wasser wollten....
Natürlich wollten wir, was sind schon neue Klamotten wenn man an einer Schiffsparade teilnehmen  kann. Wir wurden von der Maya, eine Jenneaux 32 angeheuert. Der Skipper war allein an Bord und so konnten wir 2 uns nützlich machen. Mit ein wenig englisch und ein paar Brocken türkisch oder auch mit Händen und Füßen verbrachten wir 2 herrliche Stunden auf See. Die meissten Boote waren mit Flaggen und einer riesengroßen türkischen Flagge geschmückt. Von den großen Gulets klang Musik über das Wasser.  Einige Tonnen waren ausgelegt, die die ca. 40 Boote abfuhren. Auf allen Booten war eine gute Stimmung . Es wurde gewunken und Fotos gemacht. Nach 2 Stunden fuhren wir zurück in die Marina.

Sonntag, den 3.11.2019

Kemer

Nun sitzen wir 2 das letztemal in diesem Jahr am schönen Sandstrand der Moonlightbucht. Nur noch wenigeTouristen, einige türkische Wochenendurlauber und wir 2 genießen bei 24 Grad die warmen Sonnenstrahlen. Auch die Temperatur des Meeres ist um 24 Grad, also noch ein paar Runden im glasklaren Wasser drehen.
Danach einen leckeren Salat und ein kühles Glas Rose. Tanja ordert Tintenfischringe und einen Cocktail,
Wir befürchten das die nächsten Sonntage etwas anders aussehen.

Am Mittwoch wollten wir einen Bootsausflug mit einem kleinen Gulet machen.
Hatte ich bei einer Agentur gebucht, die wir schon viele Jahre kennen.
Leider sagte man uns das Boot sei voll und lso wollten wir am Freitag mitfahren. Ich kümmerte mich also um meine Polster und fuhr mit einem Taxi zur Polsterei.
Oh Schreck, da lag zwar meine Stoffrolle, doch mit Händen und Füßen erzählte  mir der Polsterer das meine Auftrag erst morgen Abend fertig werde. Gott sei Dank, oder auch Allah sei Dank, sprach der Taxifahrer englisch und konnte mir übersetzen das es heute nichts mehr wird.
Wir verabredeten uns für Donnerstagabend 18 Uhr. 

Donnerstag war Regen angesagt und der kam auch, doch erst am Nachmittag. Mittags besuchten wir den kleinen Yöru Park, direkt hinter der Marina, dort kann man sich anschauen wie die Nomaden füher gelebt haben. Nachmittags fing es wieder an zu regenen. 
Um 18 Uhr ging es wieder per Taxi zum Polsterer. Ich hatte ein mulmiges Gefühl.
Doch alles war fertig. Sauber geschneidert und meinen Stoffrest von 3 m bekam ich auch. Im strömenden Regen nahm Tanja die Polster auf der Villa an. Einer der Marina Angestellten half uns. Die erste Probe, wasserabweisender Stoff, ist bestanden. Über Nacht waren die Polster im Boot getrocknet und alles sieht prima aus.

 

Freitag früh um 9.30 Uhr standen wir wieder dort wo man im Hafen für eine Bootstour abgeholt wird. Auch heute sollte einiges Wasser vom Himmel fallen.
Dort war aber niemand.Nach einem Telefonat sagte uns der Käptain das die Bootstour wegen des Wetter ausfiele. Wir sollten uns das Geld bei der Agentur wiedergeben lassen. Am Steg trafen wir trafen Nuri (unsere Badetasche war gepackt). Nuri wartete auf seinem Motorboot auf 6 deutsche Gäste. Die hatten nichts daggegen das wir den Bootsausflug mitmachten. Die See war schon sehr rauh und nach 10 Minuten hatte ich keine trockene Kleider mehr am Leib. Hätte ich mal direkt meinen Badeanzug angezogen.
Tanja sass oben neben Nuri im Trockenen.
Doch dann ging es los. Die dunklen Wolken kamen übers Meer geschossen und 10 Minuten später regnete es wie verrückt. Tanja meinte das Meer glich einer Wüste, so wüst fegte der Regen übers Meer. Eine 1/2 Stunde später schien wieder die Sonne.
Während der Badepause entwickelte sich Nuri als der perfekter Koch: Hähnchen und Fisch wurden gebraten, dazu gab es verschiedene Salate.

Ich hatte eine Flasche Rotwein von der Villa Achterwerk geholt, als Dankeschön für die deutschen Gäste das wir 2 mitfahren durften. Noch während des Essens sagte Nuri: " Ich muss nach oben, die nächste schlecht Wetterfront kommt ". Tanja und ich brachten alles in Sicherheit und genau vor der Hafeneinfahrt bekamen wir nochmal eins auf die Mütze.
Am Abend bekamen wir das Geld bei der Agentur nicht wieder. Da unser Hafenmeister Hamsa schon geschimpft hatte das wir 25 Eu für eine Bootsfahrt bezahlen sollten, war auch ich nun langsam sauer. Ich ging zu Hamsas Büro. Hamsa rief sofort den Chef der Agentur an, denn die Ausflugsboote liegen ja im selben Hafen wie unser Boot. Ein Telefonat und ich sollte mein Geld abholen. Also ich wieder hin.
Doch das Büro war geschlossen und ich ziemlich sauer. 

 

Nur ein echter türkischer Abend, den wir zufällig erlebten, machte aus diesen Tag zu einem schönen Tag. Wir aßen im Shakespeare Restaurant das erstemal in dieser Saison im Innenbereich. Der Livesänger sang nur für 4 Gäste und erfüllte unsere Liederwünsche perfekt. Tanja forderte ihn mit 2, 3 besonderen Songs, doch auch die bekam er irgendwie hin, wenn auch nicht perfekt. Gegen 21 Uhr kam eine türkische Familie zum essen. Der Vater hat selbst früher in einer Band gespielt. Er packte die Gitarre aus und ein herrlich bunter Abend begann. Da musste für uns  eine 2. Runde Raki her.

Am Samstag mittag fuhren wir mit dem Dolmusch nach Tekirova.
Ich wollte Tanja etwas von der schönen Gegend zeigen. Der Dolmuschfahrer lies uns am Eingang des lykischen Wanderweges aussteigen und wir konnten die herrliche
Gegend geniessen. Am ersten Badestrand machten wir unsere Mittagspause und dann ging es zurück nach Kemer. Dort bekamen wir in der Ausflugsagentur unser Geld zurück. Müde vom wandern und dem gestrigen Abend waren wir 2 schon um 20.30Uhr in unseren Kojen verschwunden.

 

Heute, nach dem Frühstück, packte Tanja die Fahrräder ein. Ich presste die letzten 6 Granatäpfel durch meine kleine Presse, was für eine Schweinerei!
Anschliessend bauten wir das Sonnensegel ab und machten die Villa Achterwerk" winterfein" .

Jetzt, über Mittag sind wir nochmal am Strand, die letzten Sonnenstrahlen tanken.