SY Villa Achterwerk
SY Villa Achterwerk

Leider war es mir in den letzten Tagen nicht möglich  meine Homepage zu bearbeiten. Selbst meine türkische Simcard von Vodafone schickte keine Daten raus. Vielleicht lag es ja an den Wahlen, die hier am Sonntag statt fanden. Sorry, ich hoffe es klappt nun. Es ist nun Mittwoch.  5 Uhr morgens, es wir gerade hell. Die Nächte sind noch schön kühl sodass  ich mit einer warmen Decke draußen sitze und hoffentlich gleich einen leckeren Kaffee von Fred bekomme.

Freitag, den 12.5.2023

 

Üzagic Marina, Kekova 

 

Donnerstag früh, nachdem ich nochmal ein paar Runden in meinem großen Plantschpool mit Quellwasser umhergeschwommen bin, hieß  es ankerauf. Vorbei an der antiken Stadt Simena, auch Kaleköy, Burgberg benannt. Welche schon in der Antike dicht besiedelt war.

Kaleköy ist bis heute nicht an das öffentliche Straßennetz angeschlossen. Man erreicht es nur zu Fuß oder mit dem Wassertaxi von Andriake oder Ücagiz aus.

Trotz Navigation muss man hier sehr vorsichtig sein. Viele Untiefen und kleine Felseninseln, wo manchmal ein paar Ziegen die letzten grünen Äste abkauen, führen endlich zu dem doppelt geschützten kleinen Fischerhafen von Ücagiz. Ücagiz heisst soviel wie 3 Münder, weil der kleine Ort vom Wasser aus durch 3 Durchfahrten zu erreichen ist.

In der Antike befand sich hier das alte Teimiussa, von den Griechen auch Tristomon, genannt. Noch heute kann man anhand der überall im Gelände verstreut liegenden Thomben, erahnen das hier viele Menschen gelebt haben müssen.

Ücagiz selbst ist nur ein kleines ürsprüngliches Dörfchen was uns jedesmal in die Vergangenheit zurück versetzt. Die Tagesausflügler, die die versunkene Stadt mit den kleinen Gülets entdecken wollen, werden von Kas, Finike und Kemer mit Bussen hierher gebracht. Zum Abend allerdings ist es hier sehr ruhig. Ein paar kleine Gasthäuser für Wanderer und seit einigen Jahren ein kleiner Steg, für die Segler die hier mal wieder Boden unter den Füßen brauchen so wie wir.

 

Hafenmeister Eddy spricht sehr gut deutsch und hat immer ein schönen Liegeplatz für uns bereit. Leider hat er uns diesmal einen Platz zugewiesen an dem wir den Buganker schmeißen müssen. Eine kleine Lücke zwischen 2 großen Motorbooten. Leider fällt der Anker zu früh und dann kommt natürlich auch noch Wind auf. Wir müssen aufpassen das wir die Boote rechts und links nicht beschädigen. Für uns heißt das nochmal ankerauf.

Auch beim nächsten Versuch drängt uns der Wind zu sehr auf das Boot welches an Steuerbord liegt. Nun haben wir mit unserem fallenden Anker die Ankerkette des Motorboots eingefangen. So ein Schiet…..

Ein Dorfbewohner mit einem kleinen Schlauchboot entwirrt das Ganze und Eddy hat schließlich noch auf der Innenseite einen Platz mit Moringleine,

Die letzten Tage haben wir keinen Wind, der Himmel ist immer bedeckt und die Temperatur nicht höher als 24 Grad.Also viel Zeit zum Tavla spielen, lesen, wandern und bei Hassan einen leckeren Cay zu trinken und natürlich eine frisch gefangene Dorade zu verputzen.

Am nächsten Tag machen wir eine kleine Wanderung und genießen den weiten Blick über das herrliche Kekovaarchipel; natürlich kreisen die Gedanken bei solchen Spaziergängen immer darum, wie die Menschen hier wohl früher gelebt haben.

In den südlichen und orientalischen Ländern wurden die Eingangstüren seit der antike oft blau angestrichen. Da man die guten Geister im Himmel und auf den Berggifeln vermutete, sollte so das Gute ins Haus hineinziehen und das Böse draußen bleiben.

Nach 2 Tagen geht es für uns wieder zurück zur Himmelspfortenbucht.

Leider ist hier der Himmel auch immer noch nicht richtig blau sondern eher grau.

Nach einer ruhigen Nacht geht es für uns am Sonntag um 6.30 Uhr ankerauf. Das Meer empfängt uns mit einer starken Dünung und wir schaukeln dem Cap Gelidonya entgegen.

Wir versuchen es auch mal wieder die Segel zu setzten. Doch nach 5 Minuten geben wir schon auf....

Der Wind spielt einfach nicht mit. Um 14 Uhr fällt der Anker 5 m tief in das blaue Wasser in der Bucht von Cineviz.

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© Ursula Alewijnse